Miserable Organisation und Vorbereitung auf den Wettkampf mit sehr gutem Ausgang.

 

An einem sehr herbstlichen Morgen, bei feuchten 9 Grad Celsius, sollte es für mich auf die Kurzdistanz über 60 Kilometer gehen. Mein Zeitmanagement war vorerst sehr gut. Ich fahre bewusst aufgrund der schwierigen Parksituation bei solchen Wettkämpfen immer nur auf 3-5 Kilometer vom Startpunkt entfernt mit dem Auto ran. Dabei bin ich immer pünktlich eine Stunde vor Start da. Die Strecke zum Start, zurück zum Auto und wieder zum Start nutze ich quasi als Erwärmung. Doch leider war an diesem Tag alles anders, als sonst. Die Startnummernausgabe war nicht am Start, sondern 4 Kilometer völlig in die andere Richtung entfernt. Es war nun kaum noch möglich pünktlich am Start zu sein. Im Vollsprint und totaler Hektik beim Anbringen der Startnummern war ich 2 Minuten zu spät am Start. Block A und B waren bereits weg. Startblock C sollte in 10 Sekunden starten. Ich wuchtete mein Rad über die Begrenzung und klickte genau mit Startschuss in die erste Klickpedale ein.

Es ging sofort in die Vollen und ich raste mit Vollspeed an meinen Konkurrenten vorbei. Bei Kilometer 2 konnte ich glücklicherweise eine Kooperation mit 3 anderen deutlich schnelleren Fahrern eingehen, was am Ende einen großen Anteil an dem guten Ergebnis haben sollte. Wir schluckten Hunderte Fahrer und selbst in größeren Feldern langsamerer Fahrer hielten wir uns nicht auf, um uns auszuruhen. Erst ab der Hälfte des Rennens fuhren wir dann in einen großen Feld und das Tempo konnte ein ganz klein wenig rausgenommen werden. Auch hier wurde durch uns viel Führungsarbeit geleistet und so konnten noch einige Gruppen und unzählige Fahrer eingeholt werden. Vor allem auf den letzten 6-8 Kilometern arbeitete ich nochmal viel für unser Feld.

Ich wollte mir damit eine gute Ausgangslage für den Schlusssprint verschaffen, was mir in einigen Rennen der Saison leider misslang. Dennoch kam links ein Sprinterzug an mir vorbei und ich wurde eingekesselt. Einen Kilometer vor dem Ziel konnte ich mich daraus befreien. Leider hatten sich 7 Faher etwas absetzen können, zu denen ich im Vollsprint bis zur 500 Meter-Marke wieder aufschloss. Von dem ganzen Feld wurde ich dann am Ende Dritter im Sprint. Das Endergebnis war ein akzeptabler 170. Platz von 1468 Teilnehmern und damit im letzten Rennen des German Cycling Cups nochmal eine Top 200 Platzierung. Der Tatsache geschuldet, dass ich etwa als 800.-900. gestartet bin, ist es für mich eine hervorragende Leistung gewesen.